Herkunft Bärentraube
Die Bärentraube trägt zahlreiche Namen in sich. Während die lateinische Bezeichnung Arctostaphylos uva-ursi heißt, wird diese Pflanze im Volksmund zum Beispiel Steinbeere, Moosbeere, wilder Buchs oder auch Harnkraut genannt. Dank dem Aussehen ihrer Beeren ähnelt sie den Preiselbeeren, was oftmals zu Verwechslungen führt. Die Herkunft der Bärentraubenpflanze findet sich sowohl in ganz Europa als auch in Nordamerika, Sibirien, dem Himalaja und dem Altai. Da die Pflanze unter Naturschutz steht, ist es verboten diese bei einem Wildwuchs zu pflücken.
Als medizinische Pflanze speziell angebaut, werden von ihr entweder frische oder auch getrocknete Blätter verwendet und beispielsweise als Tee eingesetzt. Der Bärentraubenblättertee beinhaltet eine Besonderheit, aufgrund dessen man diesen Heilkräutertee nur eine Woche lang als eine Art Kur trinken sollte und dies auch nur bis zu fünfmal im Jahr, denn die Pflanze gehört zu den natürlichen Drogen.
Inhalts- und Wirkstoffe des Bärentraubenblättertees
Die Blätter der Bärentraube enthalten die Substanz Arbutin wirkt dank der ebenfalls freigesetzten Substanz Hydrochinon desinfizierend und besonders im Harn antibakteriell, wobei hier ein bestimmter alkalischer ph-Wert vorhanden sein muss. Diesen zu erreichen funktioniert am besten in dem man viel pflanzliche Nahrung zu sich nimmt. Des Weiteren finden sich in diesem Heilkräutertee Gerbstoffe und Flavonoide, die einerseits ebenfalls antibakteriell wirken und anderseits zu einem vermehrten Harnfluss antreiben.
Anwendungsgebiete
Der Bärentraubenblättertee gehört zu den medizinisch eingesetzten Teesorten und sollten am besten nur mit Rücksprache mit dem behandelnden Arzt getrunken werden. Eingesetzt wird dieser Heilkräutertee bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, da es genau da seine antibakterielle Wirkung entfalten und die krankmachenden Erreger verstärkt ausschwemmen kann.
Darreichungsform, Zubereitung und Besonderheiten
Den Heilkräutertee Bärentraubenblätter gibt es sowohl in Beutel- als auch in einer losen Form. Als Harn- und Nierentee findet sich diese Teesorte zumeist mit weiteren Heilkräutern in einem Beutel, so dass es durchaus sein kann, dass der Anteil der Bärentraube sehr gering ist. Den Beuteltee brüht man ebenso auf wie andere Teesorten auch. Anders verhält es sich mit den losen getrockneten Blättern.
Diese dürfen nicht mit heißem Wasser aufgegossen, sondern in kaltem Wasser circa 12 Stunden zum Ziehen eingelegt werden. Danach wird der Tee abgeseiht, leicht erwärmt und Schluck für Schluck getrunken. Als Dosis gilt bei dieser Droge maximal 10g Bärentraubenblätter pro Tag und nicht mehr als drei bis vier Tassen täglich.
Aufgrund der starken Wirkung des Bärentraubenblättertees kann es durch die enthaltenen Gerbstoffe zu Übelkeit oder auch Erbrechen kommen. Da bei einer Langzeitverwendung durchaus Schädigungen an der Leber kommen können, sollte man sich an die maximale Dosis und die Empfehlung des Arztes oder Heilpraktikers halten. Kommt es bei der Anwendung des Bärentraubenblättertees zu Rückenschmerzen oder auch Blut im Urin, sowie Fieber, dann sollte man diesen Tee sofort absetzen und seinen Arzt aufsuchen.
Zudem sollte man bei bestehenden schweren Nieren- oder Lebererkrankungen diese Heilkräuterteesorte nicht zu sich nehmen. Gleiches gilt für Kinder bis zum Alter von 12 Jahren, Schwangere und auch Stillende.
Letzte Aktualisierung am 10.07.2009.