Kümmel wirkt spasmolytisch (krampflösend), karminativ (blähungstreibend), magenberuhigend und antimikrobiell (hemmt das Wachstum von Mikroorganismen). Anwendung findet er daher bei Blähungen, Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden, wie leichten, krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und Völlegefühl.
In der Volksmedizin wird der Kümmel bei Gallenerkrankungen, Husten, Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Reizdarm und Minderdurchblutung der Haut eingesetzt.
Während der Stillzeit soll Kümmel die Milchbildung fördern.
Bei Verdauungsbeschwerden kann Kümmel innerlich und äußerlich angewendet werden.
So kann 4 Mal täglich zwischen den Mahlzeiten eine Tasse Kümmeltee getrunken werden. Dafür wird ½ TL (1,5 - 2 g) getrocknete Kümmelfrüchte zerstoßen und mit 150 mL kochendem Wasser übergossen. Zugedeckt wird 10 - 15 Minuten ziehen gelassen und danach abgeseiht. Es können auch mehrmals täglich 1 - 2 Tropfen Kümmelöl auf etwas Zucker eingenommen werden.
Die Tagesdosis beträgt für Erwachsene und Kinder über 10 Jahren 1,5 - 6 g. Kinder von 4 - 10 Jahren sollten nicht mehr als 1 - 4 g Kümmelfrüchte pro Tag einnehmen. Für Kinder von 1 - 4 Jahren beträgt die Tagesdosis 1 - 2 g.
Äußerlich kann Kümmelöl für Massagen verwendet werden. Dazu wird 1 Teil Kümmelöl mit 9 Teilen Oliven- oder Massageöl gemischt und auf dem Bauch um den Nabel einmassiert.