Geschlechtskrankheiten durch Chlamydien werden vor allem von der Gruppe Chlamydia trachoma verursacht. Diese Gruppe enthält 15 verschiedene Typen, die unterschiedliche Krankheiten verursachen. Die Typen L1, L2 und L3 sind für die Entstehung des Lymphogranuloma venereum verantwortlich. D bis K löst die wesentlich häufiger vorkommenden Geschlechtskrankheiten aus. Die verschiedenen Typen unterscheiden sich auch leicht in ihren Übertragungswegen. Während L1 bis L3 fast ausschließlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird, können die Typen D bis K zusätzlich noch durch Schmierinfektion in den Wirt eindringen.
Schmierinfektion bedeutet, dass die Erreger eine gewisse Zeitspanne außerhalb des Betroffenen überleben können und nicht unbedingt auf den direkten Übertragungsweg angewiesen sind. Hauptübertragungsweg ist aber auch hier wieder die sexuelle Übertragung. Die Wahrscheinlichkeit, bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einer Infizierten Person angesteckt zu werden, beträgt ungefähr 60 Prozent.
Es gibt jedoch einige Faktoren, die eine Infektion begünstigen. Hierzu zählen Krankheiten, die einen Einfluss auf die lokale Immunabwehr haben (z.B. eine schon vorhandene Gonorrhoe). Auch generalisierte Immunschwächen (z.B. AIDS) begünstigen das Eindringen und die Ausbreitung der Erreger.
Auch häufig wechselnde Geschlechtspartner erhöhen das Risiko, infiziert zu werden. Dieses Risiko betrifft vor allem heterosexuelle Männer, da die Infektion bei Frauen häufig ohne Symptome abläuft und daher unbemerkt bleibt.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.