Die Herpesviren werden vor allem sexuell übertragen. Die Erkrankung wird vor allem durch Herpes-simplex-Virus 2 ausgelöst. Es kommt jedoch auch immer häufiger zur Infektion durch Herpes-simplex-Virus 1. Diese Untergruppe löst normalerweise Lippenherpes aus. Vor allem in Amerika steigt die Zahl der durch HSV1 ausgelösten Fälle stark an.
Die Übertragung der Viren (HSV1 und HSV2) erfolgt durch direkten Schleimhautkontakt. Die Viren sind sehr empfindlich gegen Umwelteinflüsse wie Trockenheit, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung. Deshalb kann die Übertragung fast nur direkt erfolgen. Eine Sonderform stellt Herpes neonatorum dar. Hierbei wird das Kind während der Geburt durch Schleimhautkontakte im Geburtskanal der erkrankten Mutter befallen. Diese Form des Herpes stellt einen lebensbedrohlichen Zustand dar.
Im Regelfall wird das Virus jedoch sexuell übertragen. Nach Infektion mit den Viren kommt es ungefähr 20 Tage lang zu keinen Symptomen (Inkubationszeit). In dieser Zeit erfolgt meist die Übertragung des Virus auf andere. Es gibt einige Faktoren, die eine Infektion mit Herpesviren begünstigen.
Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern stehen unter einem erhöhten Risiko, auf eine Person mit Herpes genitalis zu treffen und sich anzustecken. Wenn die sexuellen Kontakte ungeschützt (ohne Kondome) ablaufen, ist die Gefahr, sich mit verschiedenen Geschlechtskrankheiten zu infizieren, extrem erhöht.
Wenn die lokale oder die generelle Immunabwehr geschwächt ist, wird es den Erregern erleichtert, in den Körper einzudringen. Erkrankungen, die eine Infektion begünstigen, sind beispielsweise AIDS oder Krebs. Es gibt jedoch auch andere Faktoren, die das Immunsystem beeinflussen. Nach Organtransplantationen muss das Immunsystem unterdrückt werden, um eine Abstoßung der neuen Struktur zu verhindern. Damit wird natürlich auch Krankheitserregern der Befall des Körpers erleichtert.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.