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Durchfall - Therapie


Die Therapie von Durchfall richtet sich nach der Ursache

Die Behandlung des Durchfalls ist je nach Ursache sehr unterschiedlich. Bei der Behandlung des chronischen Durchfalls ist in erster Linie die Grunderkrankung zu diagnostizieren und zu heilen. Egal welche Erkrankung vorliegt, im Vordergrund steht immer die Aufnahme von viel Flüssigkeit, auch wenn diese manchmal den Patienten sehr schwer fällt. Es muss ein rascher und gezielter Ersatz des Wasser- und Mineralstoffverlustes erfolgen, da der eigentliche krankmachende Prozess der extreme Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) ist. Dehydrierte Patienten werden mittels einer oralen Rehydratationslösung, die kurz ORS (oral rehydratation solution) genannt wird, behandelt. Das ist eine Mischung aus Glukose und Elektrolyten (wie Natrium und Kalium) in Wasser.

Doch Patienten, die gleichzeitig erbrechen, können nicht mir der ORS behandelt werden. Diese Patienten erhalten Flüssigkeit und Elektrolyte mittels intravenöser Infusionen. Bei völlig dehydrierten Patienten besteht für Ärzte und Pflegepersonal die Schwierigkeit eine funktionsfähige Vene zu finden, da aufgrund des Flüssigkeitsverlustes die Venen kollabieren (zusammenfallen). Wie bereits erwähnt richtet sich die Therapie nach der Erkrankungsursache, die aufgrund der Untersuchungen diagnostiziert werden kann.

  • Bei einer einfachen Durchfallerkrankung, ohne zusätzlich auftretende Beschwerden, ist keine spezielle Therapie notwendig. Man sollte in der Regel den Durchfall nicht sofort unterbinden, der Körper sollte die Möglichkeit haben die eingedrungenen Keime und Schadstoffe, z.B. bei einer Lebensmittelvergiftung zu eliminieren. Wichtig ist aber auch hier den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen (mindestens 2,5 Liter pro Tag). Man kann den Elektrolytverlust, durch spezielle Elektrolytpräparate, die in Form von Tabletten und fertigen Lösungen erhältlich sind, beheben. Die Mischung kann man sich auch selbst zusammenmixen. Auch Fruchtsäfte, Haferschleim, Reisbrei, Cola, schwarzer Tee, Salzstangen und Zwieback können gegen den Durchfall sehr hilfreich sein.

  • Leiden die Patienten unter starken Durchfällen, ist zu Beginn der Therapie eine Nahrungskarenz sehr sinnvoll. Nach dem 2. oder 3. Tag kann man dann langsam mit einer Schonkost (Zwieback, Schleimsuppe, Kartoffelpüree ungesalzen) beginnen. Säuglinge erhalten eine spezielle Heilnahrung.

  • In den ersten Tagen sollten die Betroffenen, fettige, blähende und stark zitrushaltige Speisen vermeiden (und wenig Milch trinken).

  • Gegen schädigende Stoffe oder Keime sind medizinische Säfte zu empfehlen, z.B. Apfelpektin, sie binden die Schadstoffe und ermöglichen damit eine schnellere Ausscheidung.

  • Tabletten mit Gerbstoffen, wirken antibakteriell und dichten die Schleimhautoberfläche ab.

  • Nach einer Durchfallerkrankung oder einer Arzneimitteleinnahme können Hefemittel eingenommen werden. Sie hemmen zum einen das Wachstum von schädlichen Keimen und zum anderen führen sie zu einer Regeneration der Darmflora. Durch die Regeneration der Darmflora werden die körpereigenen Abwehrkräfte aktiviert und die Keime an der Vermehrung gehindert.

  • Bei stark vorhandenen Durchfällen ist die Gabe von Loperamid sinnvoll, da sie durch die Hemmung der aktiven Darmmuskeltätigkeit den Durchfall stoppt. Die Präparate werden aber nur kurzfristig eingesetzt. Sie sollten nicht länger als zwei Tage eingenommen werden, da sie sonst zu einer Verstopfung führen können. Hier besteht dann wieder die Gefahr, dass die Keime nicht ausgeschieden werden.

  • Pflanzliche Präparate können den Durchfall und die Krämpfe lindern. Meistens werden hier Tabletten oder Tropfen mit Uzarawurzelextrakt eingenommen.

  • Gegen bestehende kolikartige Bauschschmerzen können krampflösende Medikamente eingenommen werden.

  • Bei Kindern hilft Apfelmus: Apfel schälen und reiben.

  • Bei Brechdurchfall hilft: Jede Stunde 2 Esslöffel Brei aus geröstetem Roggenmehl und Wasser. Dazu Fencheltee trinken.

  • Die Antibiotika Therapie kommt nur dann zum Einsatz, wenn gefährliche Bakterien nachgewiesen wurden und die Patienten bereits stark abgeschwächt sind.

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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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