Hormonell ist das Klimakterium durch die nachlassende Funktion der Eierstöcke (Ovarien) gekennzeichnet.
Der Eisprung findet immer weniger häufig statt, dadurch sinkt die Östrogenproduktion. Außerdem sinken der Progesteron und Inhibinspiegel. Die negative Rückkopplung, die die Gonadotropinausschüttung (LH, FSH) supprimiert, bleibt aus, dadurch steigt der LH-, FSH-Spiegel an. Zunächst reagieren die Eierstöcke vermehrt mit einer relativen Überproduktion von Östrogen.
Die Ovarien reagieren aber zunehmend weniger auf die Follikelstimulierenden Hormone, der Östrogenspiegel sinkt. Der Androgenspiegel steigt dagegen in Relation an.
Die Wechseljahrsbeschwerden resultieren aus dem sinkenden Östrogenspiegel und werden unter dem Begriff vegetatives-klimakterisches Syndrom zusammengefasst.
Etwa ein Drittel der Frauen erleben die Wechseljahre beschwerdefrei, ein weiteres Drittel gibt Beschwerden an und ein Drittel der Frauen leidet an starken, behandlungsbedürftigen Beschwerden.