Die Pille bietet einen hohen Schutz vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Zudem führt sie zu schwächeren und regelmäßigeren Blutungen. Auch Frauen mit schmerzhaften Regelblutungen oder Zystenbildungen in den Eierstöcken profitieren von der Wirkung der Pille. Nach Beendigung einer langjährigen Einnahme der Pille können Frauen wieder problemlos schwanger werden, da die Pille die Fruchtbarkeit nicht beeinflusst.
Ein weiterer Vorteil der Pille ist die Vorverlegung oder Verschiebung der Menstruation. Es gibt für jede Frau ganz individuelle Situationen, in den die Regelblutung als störend empfunden wird, z.B. auf Reisen oder kurz vor einer Prüfung. In diesen Fällen kann mit Hilfe der Pille den Zeitpunkt der voraussichtlichen Menstruation entweder vorverlegen oder nach hinten hinauszögern.
Besteht der Wunsch einer Verschiebung, so sollten Sie dies mit ihrem Frauenarzt besprechen, um mögliche Gegenanzeigen auszuschließen.
Grundsätzlich ist eine Vorverlegung der Menstruation zu empfehlen anstatt einer Verzögerung. Die Pilleneinnahme kann folgendermaßen verkürzt werden: Die Einnahme der Pille kann anstatt 21 Tage auf maximal 14 Tage verkürzt werden. Nach zwei bis drei Tagen kommt es dann zu der Abbruchblutung. Auch hier beläuft sich die Pillenpause auf insgesamt sieben Tage, bevor man wieder mit einer neuen Pillenpackung beginnt. Beachten Sie jedoch, dass bei dieser Art der Vorverlegung keine ausreichende Schwangerschaftsverhütung vom Zeitpunkt der Pause bis zur Blutung gewährleistet ist. Daher sollten Sie in dieser Phase auf eine zusätzliche Verhütungsmethode wie Kondome zurückgreifen.
Haben Sie die Absicht die Zeit ohne Menstruation zu verlängern, so wird in diesem Fall keine Pillenpause mehr eingelegt. Das bedeutet, dass im Anschluss an die üblichen 21 Tage die Einnahme der Pille ohne Pause fortgesetzt wird. Dafür verwendet man einfach eine neue Packung. Damit der Verhütungsschutz bestehen bleibt sollte die Pille dann diesen Monat komplett eingenommen werden. Im Anschluss kann dann die übliche Pause gemacht werden, in welcher die Blutung kommt.
Theoretisch lässt sich die Menstruation auf diese Weise beliebig nach hinten hinaus verzögern. Leider weiß man bis heute nicht eindeutig, ob und in welchem Maße das dauerhafte Unterdrücken der Menstruation Einfluss auf den Körper nimmt. Nehmen Sie Sequenzpräparate ein, so gestaltet sich die Verschiebung etwas schwieriger. Sie müssen hier die Pille der zweiten Phase, also die Pillen die Östrogen und Gestagen enthalten, weiter nehmen, um den Zeitpunkt der Menstruation zu verzögern. Bei den Dreistufenpräparaten wird die Verschiebung der Menstruation nicht empfohlen.