Der Frauenarzt wird Sie zunächst nach ihrem Zyklus und bestehenden Erkrankungen befragen und im Anschluss eine gynäkologische Untersuchung durchführen, damit sie eine geeignete Pille verschreiben kann. Im Anschluss erfolgt eine Besprechung der Risikofaktoren und der Einnahme der Pille. Ziel ist insgesamt, dass für die Frau verträglichste Präparat herauszufinden.
Wenn nichts gegen die Einnahme einer Pille spricht, so verordnet der Frauenarzt zunächst ein Präparat für drei Monate und danach größere Packungen für jeweils sechs Monate. Der Körper muss sich zunächst an die Pille gewöhnen. In der Anfangsphase kann es zu leichten Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Zwischenblutungen kommen. Bei unangenehmeren Begleiterscheinungen sollte der Frauenarzt aufgesucht werden.
Merke: Der Frauenarzt benötigt bei einem Mädchen unter 14 Jahren zum Verschreiben der Pille das schriftliche Einverständnis eines Elternteils. Zwischen 14 und 16 Jahren kann der Arzt ohne Einverständnis die Pille verschreiben, muss aber nicht. Ab 16 Jahren braucht man keine Einverständniserklärung mehr.
Die Pille wirkt indem die Östrogene und Gestagene den Eisprung unterdrücken. Durch das Gestagen wird zusätzlich die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindert. Zudem verändert es die Konsistenz des Schleimpfropfs im Muttermund, damit die Spermien nicht in die Gebärmutter gelangen können.