Die Tee-Ernte ist ein mühevolles Unterfangen, denn hier heißt es reine Handarbeit an den Tag zu legen. Mit Maschinen eine Ernte durchzuführen wäre aus mehreren Gründen nicht möglich: Zunächst würden die feinen Blätter zerstört und damit ihre wertvollen Inhalts- und Geschmacksstoffe „ausbluten", zudem würden auch die Teesträucher wohl kaum eine Maschinenernte unbeschadet überstehen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die Teepflückerinnen (überwiegend Frauen verrichten diese schwere Arbeit) die feinen und jungen Teeblätter natürlicherweise ernten können, die für ein ganz besonderes Aroma bekannt sind.
Eine erfahrene Teepflückerin schafft es am Tag auf etwa dreißig Kilo Teeblätter und wenn man sich das einzelnen Teeblatt und dessen Größe vorstellt, dann kann man in etwa erahnen wie mühevoll es ist dreißig Kilo einzusammeln. Ist der Tee reif zur Ernte, dann wird ein erster Erntegang gemacht, der nach rund zehn bis vierzehn Tagen erneut unternommen wird, weil da wieder neue und somit reife Teeblätter zum Pflücken bereit sind.
Angesichts der Handarbeit liegen hier auch rund 50% der Herstellungskosten eines Tees. Je besser die Qualität einer Teesorte und auch der „Jahrgang" sind, desto höher fallen auch die Kosten aus.
Letzte Aktualisierung am 10.07.2009.