Hier spielen vor allem andere Krankheitserreger eine Rolle. Sie können das lokale Immunsystem so schädigen, dass die Mykoplasmen sich ungehindert verbreiten können. Auslöser hierfür sind vor allem andere Geschlechtskrankheiten (wie z.B. Gonorrhoe) und Antibiotikabehandlungen. Die Behandlung mit Antibiotika (vor allem mit Penicillin) schädigt die natürlicherweise vorkommende Bakterienflora, die ein Eindringen von „fremden" Keimen behindert. Da Mykoplasmen aber von Penicillin nicht angegriffen werden können, überleben sie und können leichter in den Körper eindringen.
Diese Schwächung wird vor allem durch andere Krankheiten hervorgerufen. Das beste Beispiel an dieser Stelle ist sicherlich AIDS, das durch HI-Viren ausgelöst wird. Die Viren greifen bestimmte Abwehrzellen an und zerstören sie in großer Zahl. Dadurch wird die gesamte Abwehr des Körpers geschwächt und selbst Keime, die normalerweise keine Wirkung auf den Körper haben, lösen schwere Krankheitsbilder aus.