Die Prostata kann getastet werden. Dazu muss der untersuchende Arzt einen Finger in das Rektum des Patienten einführen. Die Prostata erscheint bei einer Entzündung vergrößert und ihre Kapsel prall gespannt. Diese Untersuchungsmethode ist aufgrund der erhöhten Druckempfindlichkeit durch die Erkrankung, sehr schmerzhaft. Sie ist jedoch für die weitere Diagnose wichtig.
Im Urin können Blutbestandteile, Immunzellen und sogar Teile der Schleimhaut identifiziert werden. Sie geben einen Hinweis auf eine ablaufende Entzündung, die genaue Lokalisation kann aber hierdurch nicht entdeckt werden. Im Blut kann bei akuter Entzündung das PSA (prostataspezifisches Antigen) gefunden werden. Es deutet auf einen krankhaften Prozess in der Prostata hin. Zusammen mit den anderen Laborparametern kann dann die Diagnose „akute Prostatitis" gestellt werden.
Die Ursache der Harnröhrenentzündung sind ebenfalls aufsteigende Bakterien. Die Symptome ähneln denen einer Prostatainfektion. Eine Unterscheidung ist oft nur durch die Palpation (Ertasten) der Prostata möglich.
Die Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung) tritt bei vielen Männern im höheren Alter auf. Sie ist nicht auf Krebs zurückzuführen, verursacht jedoch ab einer gewissen Größe Beschwerden. Durch die zunehmende Einengung der Harnröhre kann es auch hier zu Harnabflussstörungen (wie z.B. verminderter Harnfluss) kommen. Im Gegensatz zur akuten Prostataentzündung verursacht die Hyperplasie aber meist keine Schmerzen. Auch der eitrige Ausfluss tritt hier nicht auf.