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Vaterschaftstest - Untersuchung


Der Vorgang des Vaterschaftstests im einzelnen

Was müssen Patienten im Vorfeld der Untersuchung beachten?

Ein privat in Auftrag gegebener Vaterschaftstest kann zwar mit einiger Sicherheit eine Abstammung nachweisen oder ausschließen, kann aber vor Gericht nicht herangezogen werden. Hierzu ist ein Abstammungsgutachten von offizieller Seite notwendig. Der privat durchgeführte Vaterschaftstest bedarf der Zustimmung der Mutter beziehungsweise - bei Volljährigkeit - des Kindes. Ansonsten kann der Test sogar das Persönlichkeitsrecht verletzen. Der Auftraggeber des Tests sollte sich auch über die Kosten erkundigen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Beim freiwilligen Vaterschaftstest gewinnt der Fragesteller eine Probe von sich selbst, von dem Kind und idealerweise auch von der Mutter. Häufig kann dies mit einem Abstrich aus der Mundschleimhaut geschehen. Dazu wird Schleimhautmaterial aus dem Inneren der Wange mit einem speziellen Wattetupfer abgeschabt. Alternativ kann auch anderes Material (z. B. Haare) verwendet werden. Die Proben werden an das Labor zur Vaterschaftsuntersuchung geschickt. Dort wird die Analyse des Erbguts durchgeführt. Das Ergebnis erhält der Auftraggeber des Tests meist nach einigen Tagen.

Eine gerichtlich angeordnete oder sonstige offizielle Abstammungsuntersuchung erfolgt normalerweise an einer Blutprobe. Den beteiligten Personen wird Blut abgenommen, in den meisten Fällen aus einer Armvene über eine Hohlnadel. Das Blut wird auf entsprechende Weise analysiert und das Ergebnis nach einigen Tagen mitgeteilt.

Welche Komplikationen können auftreten?

Bei vielen Arten der Probengewinnung für den Vaterschaftstest treten keine Komplikationen auf. Wird eine Blutentnahme für ein Abstammungsgutachten vorgenommen, so kann es zu meist geringgradigen Problemen wie Blutungen, Nachblutungen, Infektionen oder kleinen Narben kommen. Wird in seltenen Fällen eine Abstammungsuntersuchung des ungeborenen Kindes im Mutterleib vorgenommen, so bestehen Risiken wie z. B. eine Fehlgeburt oder Schäden des Kindes.

Gibt es alternative oder ergänzende Untersuchungen?

Die genetische Untersuchung als Vaterschaftstest ist die mit Abstand zuverlässigste Methode. Andere Verfahren wie z. B. Blutgruppenuntersuchungen sind veraltet.


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Letzte Aktualisierung am 26.03.2009.

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