Die Blutgruppe kann maschinell bestimmt werden. Untersucht wird ein 5%iges Erythrozytengemenge aus der Blutprobe, dem verschiedene Blutseren mit ihren bekannten Antikörpern zugegeben werden (also Anti-A und Anti-B-Serum). Je nach Reaktion, also ob das Blut klumpt oder nicht, kann man auf die vorliegende Blutgruppe schließen.
Bei der ABO-Blutgruppenbestimmung wird dann noch eine sogenannte Serumgegenprobe durchgeführt. Dabei wird das eben genannte Verfahren einfach wiederholt, nur dass Testzellen und das Blutserum des Patienten verwendet werden, anstatt Blutzellen vom Patienten und Testseren zu benutzen.
Es ist von höchster Bedeutung, dass Blutproben für die Blutgruppenbestimmung gekennzeichnet werden, um sie dem jeweiligen Patienten immer eindeutig zuordnen zu können.
Das venöse Blut wird den Patienten häufig am Arm abgenommen. Die Armbeuge bietet sich an, weil die Gefäße hier häufig sehr gut zu fühlen und zu sehen sind. Am Oberarm wird ein Stauschlauch angelegt und fest angezogen. Die betreffende Hautstelle wird desinfiziert und die Vene anschließend mit sterilem Blutabnahmebesteck, z.B. mithilfe eines Butterfly's (= spezielle Nadel zur Blutabnahme) punktiert. Dann können die Blutröhrchen befüllt werden.
Es kommt manchmal vor, dass Patienten mit Übelkeit, Schwindel, oder Ohnmacht auf die Blutabnahme reagieren. Das kommt zumeist dann vor, wenn sie sofort nach der Behandlung aufstehen und gehen wollen. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass sie nach der Entnahme einige Zeit ruhig sitzen bleiben und sich nicht zu schnell erheben.