Die Hormonspirale ist ein kleines, T-förmiges Kunststoffsystem, dessen Inneres mit dem Gestagen Levonorgestrel gefüllt ist. Allein der Kunststoffkörper verhindert, dass Spermien zur Eizelle gelangen und sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnisten kann. Durch die kontinuierliche Abgabe des Hormons Levonorgestrel kommt es zu einem geringeren Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. So kann sich auch eine befruchtete Eizelle nicht mehr in der Schleimhaut einnisten. Durch die Hormonwirkung wird die Schleimhaut dünner, dadurch vermindert sich bei der Abstoßung auch die Blutung. Zudem verdickt sich im Gebärmutterhals der Schleimpfropf, dass den Samenzellen das Aufsteigen in die Eileiter erschwert. Dadurch können Ei- und Samenzelle nur schwer zueinander finden. Das Gestagen hat zusätzlich noch eine hemmende Wirkung auf die Beweglichkeit der Samenzellen.
Einsetzen der Spirale:
Spiralen sind in verschiedenen Größen erhältlich und werden von einer Frauenärztin eingesetzt. Vor dem Einlegen der Spirale erfolgt zunächst eine gynäkologische Untersuchung mit Abstrich vom Muttermund. Der Frauenarzt legt die Spirale in der Regel während der ersten Menstruationstage ein, da der Gebärmutterkanal zu dem Zeitpunkt am weitesten ist.
Normalerweise verursacht das Einsetzen keine Schmerzen, man verspürt lediglich ein leichtes Ziehen. Bei manchen Frauen können jedoch unmittelbar nach dem Einlegen der Spirale, menstruationsähnliche Beschwerden auftreten, die aber nach einiger Zeit wieder abklingen.
Die Spirale wird mit Hilfe einer speziellen Einführhülse durch die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeschoben. Die Plastikarme der Spirale entfalten sich beim Herausziehen der Hülse, wodurch sie sich in der Gebärmutterhöhle festsetzt. Während des Eingriffs sollte die Beckenmuskulatur möglichst entspannt sein.
An der Spirale sind zudem kleine Nylonfäden befestigt, die aus dem Muttermund herausragen. Sie dienen zum einen der Kontrolle und zum anderen erleichtern sie das
Herausnehmen der Spirale:
Der richtige Sitz der Spirale wird nach dem Einsetzen durch Ultraschall kontrolliert. Eine weitere Kontrolle findet noch einmal nach 7 bis 10 Tagen statt.
Der Körper stößt in manchen Fällen die Spirale wieder aus. Alle sechs bis zwölf Monate sollten Sie deshalb die korrekte Lage der Spirale überprüfen.
Merke: Die Hormonspirale bietet keinen Schutz vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Vorteile der Hormonspirale