Vitamin B12 & Thalassämie

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roberto  fragt am 01.04.2010
Guten Tag

Bei verschiedene Artikel habe ich gelesen, dass Vitamin B12 das Wachstum und den Bau der roten Blutkörperchen unterstützt und bei bestimmten Anämien wirkungsvoll sein soll. Wirkt B12 auch bei Thalassämie positiv?

Vielen Dank
Roberto
 
roberto  sagt am 05.04.2010
Ich würde gerne meine Anfrage erweitern. Beim Recherchieren jeder Vitamine des B-Komplex im Internet bin ich auf Informationen gestossen, die ich bezüglich auf Thalassämie minor gerne weiterverfolgen würde.

Da sind einerseits Folsäure und Vitamin B12, die das Wachstum und den Bau der roten Blutkörperchen im Knochenmarkt unterstützen und bei bestimmten Anämien wirkungsvoll sein sollen. Zeigen sie auch bei Thalassämie Wirkung? Andererseits soll das Vitamin B6 für die Bildung von Hämoglobin, dem Sauerstoffträger des Blutes, unterstützen. Der Sauerstofftransport wird auch von Vitamin B2 unterstützt.

Die Kombination dieser Vitamine scheinen nahezu perfekt für Thalassemiker zu sein. Gibt es etwas, dass gegen die Einnahme vom Komplex B spricht? Wurden schon Erfahrungen mit Einnahme von B-Komplex bei Thalassemiker gesammelt? Bei der empfohlenen Dosierung von einer Tablette täglich des Komplex B50 von Burgerstein sind 50 mg Vitamin B2 und B6, 30µg Vitamin B12 und 0.4 mg Folsäure enthalten.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen
Roberto da Silva
 
Jojo  sagt am 06.04.2010
Die Thalassämie beruht auf einen Geddefekt. Nach meinen Informationen ist die einzige Möglichkeit sie zu behandeln, eine Stammzelltransplantation. Mit der Einnahme von Vitaminen wird man keinen positiven Effekt haben. Thalassämie ist in einigen Regionen vorteilhaft bzgl. Malaria. Deshalb tritt sie in einigen Ländern, wie z.B. Zypern, verstärkt auf.
 
Maria581  sagt am 30.08.2013
Hallo Roberto

deine Frage ist zwar schon etwas älter, aber betrifft mich genau so.
Konntest du in der Zwischenzeit mehr darüber erfahren?

Grüsse
Maria
 
roberto  sagt am 11.09.2013
Hallo Maria

Ich konnte in der Zwischenzeit viele neue Informationen sammeln. Es gibt viele Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Enzyme und verschiedene pflanzliche Schutzstoffe – sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe) die den Ablauf der Thalassämie positiv beeinflussen können. Der grosse Vorteil von Mikronährstoffe ist, dass es natürliche Nährstoffe sind. Sie sind, ausser bei der Vitamin A, nicht toxisch und der Körper scheidet wieder aus, was vom Organismus nicht benötigt wird. Es gibt keine Gefahr einer Überdosis. Es läuft alles unter Orthomolekulare Medizin (OM ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheit durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die für die Gesundheit erforderlich sind).

Bei der Thalassämie kommt es zu Sauerstoffmangel im Blut durch die Störung bei der Hämoglobinbildung. Es wird einerseits zu wenig roter Blutfarbstoff gebildet, andererseits gehen viele neu gebildeten roten Blutkörperchen bereits im Knochenmark, dem Ort ihrer Bildung, zugrunde. Durch die gezielte Einnahme von Mikronährstoffen kann man die Bildung roter Blutkörperchen stimulieren, dessen Lebensdauer erhöhen, die Hämoglobinsynthese fördern und die Eisenresorption im Körper erhöhen.

Folgende Mikronährstoffe können dafür benutzt werden:

Bildung roter Blutkörperchen

Vitamin A: hilft beim Aufbau neuer roter Blutkörperchen ([Link anzeigen]/)

Vitamin B10 (PABA): PABA ist an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt ([Link anzeigen]/)

Kobalt: Das Spurenelement Kobalt ist Bestandteil des Vitamins B12, essentiell für die menschliche Gesundheit und an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt. Da es das Wachstum der roten Blutkörperchen stimuliert wird es zur Behandlung von Anämie eingesetzt ([Link anzeigen]/)

Vitamin B2: Mangel an Vitamin B2 vermindert die Produktion roter Blutkörperchen ([Link anzeigen]/)

Cholin: Mangel an Cholin vermindert die Produktion roter Blutkörperchen ([Link anzeigen]/)

Folsäure (Vitamin B9): ist wesentlich für alle Wachstums- und Zellteilungsvorgänge. Sie wird gebraucht für die Bildung roter Blutkörperchen, für die Aminosäuren- und Nukleinsäuresynthese, und sie ist notwendig für die Gehirnfunktionen und die Verwertung von Zucker und Proteinen ([Link anzeigen]/)

Erhöhte Lebensdauer roter Blutkörperchen:

Omega 3: Fettsäuren werden in Zellwände eingebaut und beeinflussen so deren Beweglichkeit. Beispielsweise werden rote Blutkörperchen durch den Einbau von mehrfach ungesättigten Fettsäuren in ihre Membran beweglicher und verformbarer. So können sie auch durch kleinste Blutgefäße fließen und alle Gewebe gut mit Sauerstoff versorgen ([Link anzeigen]/)

Vinpocetin: Erhöht der Elastizität der roten Blutkörperchen ([Link anzeigen])

Chlorophyll trägt dazu bei, alte rote Blutzellen zu "verjüngen" und das Wachstum neuer Blutzellen zu fördern ([Link anzeigen])

Hämoglobinsynthese:

Glutathin: verhindert den Abbau und Zerfall schwefelhaltiger Proteine in der Membranhülle von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und unterstützt deren Funktionsfähigkeit. Aufgabe der Erythrozyten ist der Sauerstofftransport zu allen Geweben. Sie sind daher von elementarer Bedeutung für Vitalität, Energie, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden ([Link anzeigen]/)

Histidin ist an der Synthese von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen beteiligt ([Link anzeigen]/). Histidin ist Baustein vieler eisenhaltiger Moleküle (z.B.Ferritin) und ist damit am Sauerstofftransport und an der Energiegewinnung der Zelle beteiligt. Besondere Bedeutung hat Histidin beim Aufbau eisenhaltiger Moleküle, so etwa beim Speicherprotein Ferritin und in verschiedenen Enzymen. Da Histidin im roten Blutfarbstoff Hämoglobin und im muskulären Myoglobin Bindungsort für das Eisenatom ist, ist es für den Sauerstofftransport im Körper, aber auch für die Pufferung des pH-Werts im Blut von hoher Bedeutung ([Link anzeigen]/)

Vitamin B6: wird benötigt für die Bildung von Hämoglobin und für den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen ([Link anzeigen]/)

Glycin: spielt eine wichtige Rolle bei der Synthese von Häm, dem eisenhaltigen Farbstoff der roten Blutkörperchen, das der Sauerstoffbindung dient ([Link anzeigen]/)

Kupfer: notwendig, um das Eisen im Körper in Hämoglobin umzuwandeln

Arginin: über die Freisetzung von Stickoxid verbessert Arginin die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Blutgefäße ([Link anzeigen]/)

Inosin: Im Rahmen einer Stimulation der Sauerstoff-Affinität der roten Blutkörperchen und einer Erweiterung der Blutgefäße kommt es durch Inosin zu einer Erhöhung des Sauerstofftransports im Blut ([Link anzeigen])

MSM: Interessant ist, dass Methyl-Sulfonyl-Methan die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Körper dazu befähigt, mehr Sauerstoff aufzunehmen und somit die einzelnen Organe wieder mit mehr Sauerstoff versorgt werden ([Link anzeigen]). MSM sorgt für eine effizientere Sauerstoffaufnahme durch den Körper. Es verbessert die Elastizität der Lungenzellen und die Durchlässigkeit der Lungenzellmembranen, wodurch mehr Luft eingeatmet und dem Blut mehr Sauerstoff zugeführt werden kann. Außerdem verhindert bzw. behebt MSM das Aneinanderkleben der Erythrozyten (Geldrollenbildung), so dass das Blut mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Die schon beschriebene Steigerung der Durchlässigkeit der Zellmembranen durch MSM bewirkt, dass die Zellen diesen Sauerstoff auch aufnehmen und dadurch mehr Energie produzieren können [Link anzeigen]

Eisenresorption:

Vitamin C: erhöht die Aufnahme von Eisen aus Nahrungsmitteln und auch aus Eisenpräparaten ([Link anzeigen]/)

Kupfer: ermöglicht die Resorption und Mobilisation von Eisen. Obwohl es nicht Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin ist, ist es für dessen Bildung unabdingbar ([Link anzeigen]/)

Vitamin A: wird bei der Beförderung des Eisens von den Eisendepots zu den roten Blutkörperchen benötigt.

Da Vitamin A eine von den wenigen Nährstoffen ist, die bei einer Überdosis toxisch sein kann, sollte man anstatt Vitamin A den Carotinoid Beta-Carotin einnehmen. Da der Organismus aus Beta-Carotin nur so viel Vitamin A umwandelt, wie der Körper benötigt, besteht keine Gefahr einer Überdosierung. Und so kann man auch von den vielen Vorteilen des Beta-Carotin profitieren. Unter anderen ist Beta-Carotin ein exzellenter Anti-Oxidanz und unterstützt die Darmfunktion.

Die B-Vitaminen kann man in Form eines hochdosiertes B-Komplexes einnehmen. Ich empfehle zweimal am Tag einen B50 (Komplex mit 50 mg jeder B-Vitamine).

Fast alle Nährstoffe sind bei Puritan’s Pride erhältlich. Die Produkte sind von sehr gute Qualität und sind viel günstiger als hier in Europa. Sonst empfehle ich Fairvital und Nature Power aus Deutschland oder Burgerstein aus der Schweiz.

Falls du interessiert bist, können wir uns mal gerne detaillierter über Dosierungen usw. unterhalten.

Gruss
Roberto
 
Franco  sagt am 07.01.2014
Hallo Roberto,

ich beschäftige mich zurzeit auch gerade mit diesem Thema.
Hast du neue Erkentnisse bezüglich Dosierungen/Arzneimittel?

Grüsse
Franco
 
roberto  sagt am 12.01.2014
Hallo Franco

Orthomolekulare Mikronährstoffe-Präparate enthalten ausschliesslich Substanzen, die physiologisch und gut verträglich sind. Sie können bei Bedarf auch langfristig genommen werden und führen nicht zu Abhängigkeit. Sie können ergänzend, präventiv oder therapeutisch (was der Fall bei Thalassämie ist) eingesetzt werden. Und da der Körper wieder ausscheidet was vom Organismus nicht benötigt wird, gibt es keine Gefahr einer Überdosis. Eine Ausnahme ist Vitamin A, das bei einer Überdosierung toxisch sein kann. Was man aber mit der Einnahme von Beta Carotin anstatt Vitamin A leicht und sicher umgehen kann, da der Organismus nur so viel Beta Carotin in Vitamin A umwandelt, wie er benötigt.

Für die Bildung roter Blutkörperchen sind folgende Nährstoffe/Dosierungen empfehlenswert:

Beta Carotin: 2 x 25‘000 IU
Cholin 2 x 500 mg
Vitamin C 2 x 1g (unerlässlich auch für eine verbesserte Eisenresorption)

Für erhöhte Lebensdauer roter Blutkörperchen:

Omega 3: 2 x 1,3 g
Vinpocetin: 2 x 10 mg
Chlorophyl: 2 x 100 mg (ebenfalls für eine verbesserte Eisenresorption wichtig)

Für Hämoglobinsynthese:

Gluthation: 2 x 500 mg
Histidin: 2 x 500 mg
L-Glycin: 2 x 1‘000 mg
Kupfer: 2 x 2 mg (ebenfalls für eine verbesserte Eisenresorption wichtig)
L-Arginin: 3 x 2g
Inosin: 2 x 500 mg
MSM: 2 x 1`500 mg

Da bei Histidin ein Überschuss im Körper zu Harnsäure umgewandelt wird, sollten Personen mit einem Risiko für Gicht auf Inosin verzichten.

Verschiedene Vitamine des B-Komplexes beeinflussen die Bildung und Lebensdauer roter Blutkörperchen sowie die Hämoglobinsynthese positiv. Die Dosierung beträgt 2 mal am Tag eine Tablette eines B50 Komplex (50 mg jedes B-Vitamins).

Ausser L-Arginin, das dreimal am Tage genommen werden soll, soll jeder Mikronährstoff zweimal am Tag genommen werden, am Morgen und am Abend. Die beste Wirkung erreicht man wenn es entweder eine halbe Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Essen eingenommen wird.

Ein anderer wichtiger Mikronährstoff bei Anämien, den ich noch nicht erwähnt hatte, ist Molybdän. Molybdän ist für den Eisen-Metabolismus zuständig und notwendig für den optimalen Transport und Vorrat von Eisen. Dosierung einmal am Tag.

Das beste Preis/Leistung Verhältnis für Mikronährstoffe habe ich bis jetzt bei Puritan’s Pride gefunden. Hier noch einmal die Auswahl:

Beta-Carotin: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Cholin: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Vitamin C: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Omega 3: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Vinpocetin: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Chlorophyl: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Glutathion: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Histidin: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Glycin: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Kupfer: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Arginin: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Inosin: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

MSM: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Molybdän: xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Diese Dosierungen beziehen sich auf diverse Fachliteratur über Orthomolekulare Medizin.

Gruss
Roberto
 
Franco  sagt am 13.01.2014
Hallo Roberto,

vielen herzlichen Dank für die ausführlichen Informationen!

Was hälst du vom folgendem Produkt "NOW Foods: B-50"?
xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Vitamin C (as Ascorbic Acid) 250 mg
Thiamine (from Thiamine HCl) (Vitamin B-1) 50 mg
Riboflavin (Vitamin B-2) 50 mg
Niacin (as Niacinamide) (Vitamin B-3) 50 mg
Vitamin B-6 (as Pyridoxine HCl) 50 mg
Folic Acid 400 mcg
Vitamin B-12 (as Cyanocobalamin) 100 mcg
Biotin 50 mcg
Pantothenic Acid (Vitamin B-5) 100 mg
PABA 50 mg
Choline (Bitartrate) 50 mg
Inositol 50 mg

zusätzlich zu meinem täglichen "Burgerstein Sport".
xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Dabei hätte ich viele Unterstützende (Vitamine): Folsäure, B12, Vitamin C, Molybdän, D3

Kurz zu mir: Junger Aktiver Sportler, isst Ernährungsbewusst auch sehr Proteinreich (Aminosäuren), Thalassämie minor.

Grüsse
 
roberto  sagt am 16.01.2014
Hallo Franco

Die Dosierungen der B-Vitaminen von Now Foods sind gut, Cholin und Vitamin C sind aber bei diesen Produkt stark unterdosiert. Vitamin C und Cholin sind wichtige Nährstoffe gegen die negativen Folgen von Thalassämie und sollten therapeutisch, also höher dosiert, eingenommen werden.

Solltest du vorhaben, irgend ein anderes Produkt vom Puritan’s Pride zu bestellen, dann würde ich das B50 auch gleich bei Puritan’s bestellen xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]. Dieses B50 ist time release. Bei wasserlöslichen Vitaminen ist es von Vorteil, wenn sie aus Retardkapseln verzögert freigesetzt werden (time release). Dadurch kann der Körper das Vitamin doppelt so gut verwerten. Auch die Vitamin C sollte unbedingt time release sein.

Es gibt es einige Mikronährstoffe, die sowohl für Thalassämiker sowie für aktive Sportler sehr geeignet sind:

Inosin unterstützt nicht nur einen erhöhten Sauerstofftransport im Blut, sondern regt die ATP-Synthese in den Zellen an und fördert die Sauerstoffbereitstellung sowie die Durchblutung des Muskelgewebes. Insgesamt fördert Inosin somit eine Ausdauersteigerung des gesamten Körpers.

Arginin, das durch die Freisetzung von Stickoxid bei Thalassämikern die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Blutgefäße verbessert, ist für Sportler ebenfalls interessant, da auch den Nitric Oxide Spiegel im Körper gesteigert wird, wodurch fettfreie Muskelmasse, aber auch Kraft, Ausdauer und Leistung zugelegt werden können.

MSM, einen von den wichtigsten Mikronährstoff für Thalassämiker, ist ebenfalls interessant für Sportler, da die Zellen mit der Einnahme von MSM mehr Energie produzieren können.

Auch sehr nützlich sowohl für Thalassämiker sowie für Sportler ist Pangamsäure. Durch die Einnahme von Pangamsäure wird die Sauerstoffaufnahme in den Körperzellen gesteigert. Pangamsäure beeinflusst den Energiestoffwechsel der Zellen, in dem es ein wichtiges Enzym (Funktionseiweiß) namens Cytochromoxidase aktiviert. Dieses Enzym ist für die Energieproduktion wichtig. Der Körper benötigt für diese Reaktion Sauerstoff, so dass sich die Sauerstoffversorgung erhöht und die Sauerstoffkonzentration in der Zelle zunächst abfällt. Damit dieser Konzentrationsunterschied wieder ausgeglichen wird, muss wieder mehr Sauerstoff in die Zelle eindringen. Auf diese Weise kann sich die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessern. Da gleichzeitig vermehrt Kohlendioxid freigesetzt wird, führt das über die Bindung an Rezeptoren zu einer Blutgefäßerweiterung. Durch weite Blutgefäße ist natürlich der Blutdurchstrom erhöht, wodurch das von Sauerstoffmangel betroffene Gewebe besser durchblutet wird. Bisherigen Erkenntnissen zufolge kann Pangamsäure die körperliche Ausdauer verbessern, da es die Sauerstoffausnutzung im Körper – hauptsächlich in den Muskelzellen – verbessert. Die Aminosäure verringert zusätzlich die Milchsäurebildung, so dass eine Ermüdung der Muskeln hinausgezögert wird. Soll bei Bluthochdruck nicht eingenommen werden. xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.].

Als aktiver Sportler sind diese Informationen betreffend des ATP Moleküls für dich ebenfalls sehr empfehlenswert:

• Die „Energiewährung“ des Körpers ist das Molekül ATP, das in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien gebildet wird. Die Mitochondrien sind sehr empfindliche Zellorganen, die durch freie Radikale geschädigt werden können, wodurch dann die Energiebildung eingeschränkt wird. Es gibt verschiedene Mikronährstoffe, die die Mitochondrienaktivität stabilisieren oder aktivieren können; dazu zählt vor allem das Coenzym Q10, ohne das kein ATP gebildet werden kann. Ein weiterer Wirkstoff ist Carnitin, der für den Transport der Fettsäuren in die Mitochondrien benötigt wird. Bei einem Erschöpfungszustand ist häufig ein Mangel an Coenzym Q10 und Carnitin, an einigen B-Vitaminen sowie an Magnesium nachweisbar. Magnesium ist an allen ATP-abhängigen Stoffwechselprozessen im Organismus beteiligt. Man kann durch eine gezielte Supplementierung dieser Mikronährstoffe die Energiebildung in der Zelle verbessern und dadurch häufig auch Müdigkeits- und Erschöpfungssymptome nachhaltig bessern.

Ich selber nehme zusätzlich zu einen B-Komplex und Vitamin C folgende Mikronährstoffe für Ausdauer und Energie: Q10, Carnitin, Magnesium, Inosin, Pangamsäure und Alpha Liponsäure.

Für Sport kannst neben Burgerstein Sport, das idealerweise Molybdän erhält, zusätzlich Inosin, Arginin, MSM und Pangamsäure einnehmen. So unterstützt du nicht nur deinen Körper beim Sport, sondern bekämpfst du auch die negativen Nebenwirkungen von Thalassämie. Als Sportler würde ich aber auch Carnitin und evtl. eine höhere Dosis Magnesium in Betrachtung ziehen. Und um die Empfehlung komplett abzurunden sollten man als Sportler die freie Radikale nicht vergessen, die beim erhöhten Sauerstoffumsatz des Sportlers vermehrt entstehen.

Um die freien Radikalen erfolgreich zu bekämpfen braucht man ein Antioxidans. Das beste Antioxidans in Verbindung mit Sport ist Alpha Liponsäure. AL gilt als universelles Antioxidans, weil sie sowohl fett- als auch wasserlöslich ist, womit sie die Aktivität anderer Antioxidantien im Körper verstärken oder auch für sie einspringen kann, wenn die Depots anderer Antioxidantien aufgebraucht sind. Alpha-Liponsäure besitzt die außergewöhnliche Fähigkeit andere Antioxidantien regenerieren zu können und innerhalb eines komplexen Systems von Antioxidantien ein Maximum an Wirksamkeit zu garantieren. Diese Gruppe von Antioxidantien besteht aus Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10, Glutathion und der Alpha-Liponsäure. Sie garantiert die antioxidative Kapazität jeder einzelnen Substanz. Wenn ein Antioxidans-Molekül ein freies Radikal neutralisiert, dann kann es durch die chemische Reaktion nicht wieder zu seiner ursprünglichen Form reduziert werden, um ein weiteres freies Radikal zu neutralisieren. Das neutralisierte Antioxidansmolekül ist damit für weitere Aufgaben verloren und wird ausgeschieden. Alpha-Liponsäure reaktiviert in einer chemischen Reaktion die Antioxidantien.

Alpha-Liponsäure spielt auch eine zentrale Rolle in der Energieumwandlung von Nahrungszucker in Energie innerhalb der Mitochondrien. Hier agiert die Alpha-Liponsäure als Coenzym bei zahlreichen energieuwandelnden Enzymkomplexen und versteht Nahrungszucker (und Nahrungsfette) in Energie umzuwandeln, eine Eigenschaft, die besonders für Diabetiker, Abnehmwillige und Sportler sehr interessant sein sollte. Für den Diabetiker ergibt sich daraus eine insulinsparende Wirkung, der Abnehmwillige speichert weniger Zucker in Form von Körperfett und der Sportler verfügt schlicht über mehr Kraft. Alpha-Liponsäure ist dabei eine körpereigene Chemikalie, die durch die Mitochondrien in ein wirkungsvolles Antioxidans umgewandelt werden, sofern genügend Liponsäure im Körper vorhanden ist.

Betreffend Thalassämie würde ich, auch wenn es viele sind, wenn möglich alle beschriebenen Mikronährstoffe einnehmen. Für die Bildung roter Blutkörperchen müsstest du zusätzlich nur noch Cholin, Vitamin C und Vitamin A in Form von Beta-Carotin einnehmen, da die Vitaminen B2, B9 (Folsäure), B10 (Paba) und das Spurenelement Kobalt, das Bestandteil des Vitamins B12 ist, alle beim B-Komplex vorhanden wären (incl. B6, die für Hämoglobinsynthese und für den Sauerstofftransport benötigt wird).

Für die Hämoglobinsynthese sind alle beschriebene Mikronährstoffe sehr empfehlenswert. So würden auch die Mikronährstoffe dabei sein, die die Eisenresorption in deinem Organismus ankurbeln würden.

Eine andere Möglichkeit Mikronährstoffe zu sich zu nehmen sind die Granulate von HCK. HCK-Mikronährsoffe werden in ein spezielles, rein pflanzliches, hochquellfähiges und kaltwasserlösliches Hydrokolloid eingearbeitet. Werden diese Granulate zusammen mit Flüssigkeit aufgenommen, quellen sie im Magen-/Darmtrakt auf und bilden grosse gelartige Oberflächen, in denen die Mikronährstoffe abrufbereit dem Körper über Stunden zur Verfügung gestellt werden xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.].

Bei dieser Mischungen kann man die Mikronährstoffe mcg exakt dosieren. Der grosse Vorteil ist, dass man nur eine Mischungen für den Morgen und den Abend hätte anstatt 16 verschiedene Pillen zu schlucken. Leider sind aber Omega 3, Vinpocetin, Chlorophyl, Hystidin und Inosin für diese Mischungen nicht vorhanden, so dass man sie separat einnehmen müsste. HCK-Mischungen kann man in verschiedene Apotheken bestellen xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]. Der grösste Nachteil von HCK-Mischungen ist der hoher Preis. Ich habe selber schon HCK-Mischungen bestellt, bin aber wegen Preis zu den Pillen zurück gegangen, obwohl die HCK-Granulate viel praktischer zum einnehmen sind.

Gruss
Roberto
 
Franco  sagt am 04.02.2014
Hallo Roberto,

sorry für die verspätete Antwort und vor allem für die vielen und ausführlichen Informationen!
Ich habe mir ein B-Complex von xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.] bestellt. Versand und Lieferung in die Schweiz top (~1 Woche Lieferzeit, kein Zoll).

Grüsse
 
Siciliano  sagt am 20.04.2015
Hallo Roberto
Hallo Franco

Wollte mich gerne erkundigen, ob die B-Komplexe bei euch geholfen haben? Ist ja inzwischen ein Jahr vergangen...

Und falls ja, ob es genau dieses hier ist:
xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]
Vitamin B-Complex with Minerals
120 Tablets / Item #053173
xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Leide unter täglicher Erschöpfung und mangelnder sportlicher Leistungsfähigkeit.

Danke & Gruss!
 
Franco  sagt am 21.04.2015
Ciao Siciliano,

nein, es war nicht dieses Produkt.

Mhh, also so richtig fit wurde ich NICHT dadurch.
Ich habe dieses Jahr wieder sehr intensiv mit Krafttraining begonnen, wobei ja die B-Complexe unterstützend wirken und deshalb nehme ich es heute noch (+ Vitamin C, Omega3, D3), inkl. verzögerte Produkte (Time Release)

- Now Foods, B-100, 250 Capsules
xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

- Natural Factors, Complete B, 100 mg, Time Release
xxx [Link gelöscht - bitte keine Werbung; Anm. d. Red.]

Gruss
 
Siciliano  sagt am 19.10.2019
Hallo in die Runde!

Hole das Thema wieder aus dem Keller, da mich die Blutarmut (Thalassämie minor) ein Leben lang begleiten wird.

= Symptome=
Alltag: Müdigkeit & Reizbarkeit
Sport: Frühzeitige Atemnot & Übersäuerung

= Therapie Ansatz =
B-Komplex: B1, B2, B6, B12 (300% Tagesdosis)
C (300%)
Div.
Folsäure (200%)
Magnesium (16%) + Zusatzpräparat

= Ziel =
Diesmal werde ich die Kur genau einhalten und genauer beobachten. Ziel ist es 3 Monate lang durchzuziehen.

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