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Zahnungsprobleme - Ursachen


Ursache für Zahnungsprobleme ist der Durchbruch der Zähne durch die Mundschleimhaut

Die Zahnleisten entstehen beim Embryo bereits in der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche. Daraus entwickeln sich die Anlagen für die 20 Milchzähne, sowie auch die der 32 bleibenden Zähne. Zum Zeitpunkt der Geburt sind die Kronen, also die mit Schmelz bedeckten Anteile der Zähne, mindestens bis zur Hälfte mineralisiert. Wenn die noch versteckten Zähne nach der Geburt weiter wachsen, bereitet dies dem Säugling Schmerzen.

Zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat durchbricht der erste Milchzahn die Mundschleimhaut. Dabei treten zuerst die zentralen Schneidezähne hervor, danach brechen in der Regel die Backen- und Eckzähe durch. Dies alles ist offensichtlich unangenehm für den Säugling, was sein unruhiges und quengeliges Verhalten erklärt.

Vor dem Durchbruch des Milchzahns ist der Zahnkeim des Säuglings von einem Zahnsäckchen umgeben, das mit Flüssigkeit gefüllt ist. Fließt diese Flüssigkeit nicht vollständig ab, können sogenannte Durchbruchzysten entstehen, die dem Kind weitere Schmerzen bereiten. Warum die Flüssigkeit des Zahnsäckchens in einigen Fällen nicht abfließt ist noch nicht genau geklärt.

Ebenfalls ungeklärt ist die Ursache für das Auftreten von Zahndurchbruchgeschwüren, die vor allem im Bereich des Zungenbändchens und des Mundbodens vorkommen. Eine Theorie dazu besagt, dass die Kinder im Verlauf des Zahnens eine Allergie entwickeln, die Zahnungsprobleme dieser Art auslöst.

Es wird außerdem vermutet, dass der Zeitpunkt des Zahnens zufällig mit dem Rückgang der mütterlichen Antikörper aus dem Blutkreislauf des Säuglings zusammenfällt. Dieser Rückgang schwächt das Abwehrsystem des Säuglings zusätzlich und führt womöglich zu einer vermehrten Infektanfälligkeit in der Phase des Zahndurchbruchs. Außerdem findet in der Zeit des ersten Zahndurchbruchs meist auch eine Ernährungsumstellung des Kindes von Mutter- oder Säuglingsmilch auf Breikost statt, was dem Kind noch zusätzliche Probleme bereiten kann.

Pusteln und Rötungen im Bereich der Wangen, die im Laufe des Zahndurchbruchs auftreten, können durch das nächtliche Sabbern entstehen, wenn die Spucke auf die Kopfunterlage läuft und die Gesichtshaut reizt.

Tritt der Zahndurchbruch verzögert auf (Dentitio tarda) hängt dies meist mit einer verkürzten Dauer der Schwangerschaft zusammen. Kommt ein Kind zu früh auf die Welt, konnte sich seine Zahnsubstanz im Mutterleib noch nicht ausreichend entwickeln. Deshalb braucht die Entwicklung der Zähne nach der Geburt länger und der Zahndurchbruch verschiebt sich nach hinten. Es wurde außerdem beobachtet, dass bei Kindern mit Dentitio tarda die Eltern als Säuglinge oft die gleichen Probleme hatten. Ein verspäteter Zahndurchbruch ist möglicherweise also auch erblich bedingt.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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