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Zervixinsuffizienz - Therapie


Um eine Fehlgeburt zu verhindern, muss die Zervixinsuffizienz behandelt werden

Zunächst misst man mit einem Scheidenultraschall, wie weit der normalerweise auf vier Zentimeter Länge verschlossene Muttermund noch geschlossen ist. Beträgt sie vor der 33. Schwangerschaftswoche weniger als 2,5 cm, so droht eine Frühgeburt oder Fehlgeburt. Wichtig ist hier die Erhaltung der Geburt. Um das Einsetzen von Wehen und damit die Geburt hinauszuzögern, wird der Arzt je nach zugrunde liegender Ursache therapieren. Eine bestehende Infektion wird mit Antibiotika behandelt.

Die Patientin sollte am besten Bettruhe einhalten und körperliche Anstrengung meiden. Weiterhin ist der vollständige Verzicht auf Geschlechtsverkehr bis zur Geburt erforderlich. Zudem sollten rauchende Mütter ein striktes Rauchverbot einhalten, da durch das Rauchen der Geburtsprozess in Gang gesetzt werden kann. Die Patienten sollten alle 2 oder 3 Tage zur Kontrolle kommen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind:

  • Cerclage (Vernähung des Muttermundes)

    Die Vernähung des Muttermundes war lange Zeit als spezifische Therapie unumstritten. Hier wird der Gebärmutterhals unter Narkose ungefähr im 4. Schwangerschaftsmonat zugenäht. Dabei wird ein Kunststoffbändchen mit wenigen Stichen um den Gebärmutterhals gelegt und wie ein Tabaksbeutel zugezogen. Unter Umständen kann der Muttermund auch durch direkte Naht verschlossen werden. Die Naht entfernt man erst ungefähr eine oder zwei Wochen vor dem Entbindungstermin. Es gibt jedoch immer noch keine Belege, dass der Eingriff wirklich nützt. Diese Therapieform wird mittlerweile seltener durchgeführt.

  • Cerclagepessar (Kunststoffring)

    Nach wiederholten Fehlgeburten wegen Zervixinsuffizienz legt man einen Kunststoffring (Cerclagepessar) in die Scheide, um die Tragezeit der Schwangeren zu verlängern. Der Ring besteht aus weichem Gummi (Silikon) und wird ohne Narkose einfach über den Muttermund gestriffen. Er soll angeblich ein zu frühes Öffnen des Muttermundes verhindern, ob er es aber wirklich tut, ist fraglich. Nach dem Eingriff ist jedoch das Risiko einer Infektion erhöht.

Nach jedem Eingriff sollten die Patienten zur Beruhigung der Gebärmutter und zur Verhinderung vorzeitiger Wehen, wehenhemmende Mittel erhalten.

In der Regel werden die Bänder vor der Geburt entfernt. Im Falle des völligen Verschlusses kann unter Umständen ein Kaiserschnitt erforderlich werden.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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