Sind die Schmerzen in der Brust zyklusabhängig, ist meist keine weitere Behandlung erforderlich. Bei Frauen, die regelmäßig und stark unter diesen Beschwerden leiden, kann eine Hormontherapie helfen. Gestagenpräparate wie die Minipille gleichen den Progesteronmangel vor der Menstruation aus und vermindern so das Spannungsgefühl und das Ziehen in der Brust. Ebenso gute Erfolge erzielen Prolaktinhemmer, die das Hormon Prolaktin, das für die Milchproduktion zuständig ist, blockieren.
Zyklusunabhängige Schmerzen, die durch eine Entzündung der Brust verursacht sind, können mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) behandelt werden. Ist die Entzündung durch Bakterien verursacht, müssen unter Umständen Antibiotika eingenommen werden. Bei häufig wiederkehrenden Brustentzündungen während der Stillzeit muss über ein vorzeitiges Abstillen nachgedacht werden.
Gutartige Zysten müssen in der Regel nicht entfernt werden. Da sie aber häufig nicht von bösartigen Tumoren abgrenzbar sind, muss eine Gewebeprobe entnommen und untersucht werden. In einigen Fällen ist das prophylaktische Entfernen der Zysten notwenig, wenn die Zellen dieser Zysten entarten könnten.
Tumore der Brust erfordern eine der Tumorart und -größe angepasste Therapie. Einige Tumore werden chirurgisch entfernt, andere chemotherapeutisch behandelt oder bestrahlt. Auch eine Kombination der drei Behandlungsmöglichkeiten kann nötig sein.