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Wunde Brustwarzen


Haut ist empfindlich...

In den ersten Tagen ist es völlig normal, dass die Brustwarzen etwas wehtun. Die Haut ist relativ empfindlich und muss sich erst an die ungewohnte Beanspruchung gewöhnen. In der Stillzeit treten wunde Brustwarzen und Einrisse (Rhagaden) immer wieder auf.

Sie können sehr schmerzhaft sein, vor allem wenn das Kind ansaugt. Dies ist nicht selten der Grund, weshalb Mütter viel zu früh Abstillen möchten. Die häufigsten Ursachen für wunde Brustwarzen liegen in der Stillhaltung oder in der Stilltechnik.

Man sollte sich daher gleich von Anfang an von der Hebamme oder Stillberaterin zeigen lassen, wie das Kind in verschiedenen Positionen richtig angelegt wird.

Oft führt nämlich eine falsche Lagerung des Kindes oder eine angespannte, unbequeme Haltung der Mutter beim Stillen dazu, dass nicht genügend Milch fließt und das Kind ungeduldig an der Brustwarze zerrt. Wunde Brustwarzen entstehen vor allem dann, wenn das Kind beim Ansaugen nur die Brustwarze statt den gesamten Vorhof einsaugt und daran zieht.
Überprüfen Sie als erstes immer die Stillhaltung und die Saugtechnik des Kindes und lassen Sie sich gegebenenfalls helfen.

Es können folgende Anlagefehler vorliegen:

  • das Kind hat nicht mit dem ganzen Körper Kontakt zu der Mutter. Richtige Stilllage: Bauch an Bauch
  • das Kind nuckelt nur vorne an der Brustwarze und der Warzenvorhof wurde nicht genug erfasst
  • der Kopf ist gedreht
  • beim Anlegen ist der Mund nicht weit genug geöffnet
  • das Kind verrutscht während des Stillens in eine andere Lage und ist in der Stillposition nicht mehr entspannt

Merke: Möchten Sie das Kind von der Brust abnehmen während es noch nuckelt, so schieben Sie einen Finger in den Mundwinkel. Dadurch wird der Unterdruck beim Stillen unterbrochen und das Kind lässt die Brustwarze los.

Ziehen Sie die Brust nicht einfach so weg.
Bei starken Schmerzen kann Ihnen die Hebamme lindernde Tinkturen und Salben für die Brustwarzen empfehlen.
Bis zur Besserung sollte das Kind pro Seite nur kurz, dafür aber häufiger angelegt werden.

Hilfreiche Maßnahmen zur Vorbeugung bzw. Wundheilung:

  • Brustwarzen vor Hitze- und Nässestau sowie extremer Kälte schützen. Achten Sie daher auf trockene Stilleinlagen und wechseln Sie diese oft. Am besten geeignet sind Stilleinlagen aus Seide.
  • Milchreste und den Speichel des Kindes an der Brustwarze trocknen lassen.
  • Zu Hause die Brüste öfter man an die frische Luft und Sonne lassen.
  • Vor dem Stillen schon etwas Milch abstreichen, damit der Milchfluss schon einsetzt.
  • Kind öfter anlegen, damit es nicht heißhungrig ist.
  • Zuerst an der gesunden Seite anlegen, da es später nicht mehr so hungrig ist, wird es auch nicht mehr kräftig auf der anderen Seite ansaugen.
  • Bis zum Abklingen der Beschwerden können Stillhütchen verwendet werden.
  • Bei kleinen Rissen sind pflanzliche Salben und das täglich mehrmalige Baden der Brust in einer Tasse Salbeitee sehr hilfreich.
  • Falls kein Mittel zur Linderung führt, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen. Manchmal kann eine Pilzerkrankung (Soor) vorliegen, die sich zwischen Brust und Kind wechselweise überträgt.

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Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.

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