Das Gehirn entwickelt sich mit einer rasanten Geschwindigkeit, mit bis zu 100.000 neuen Nervenzellen pro Minute. Der Körper nimmt weiter Form an: der Hals entsteht, die Augen bilden sich aus und sind weit geöffnet. Zudem entwickeln sich Daumen und Zeigefinger auseinander. In der 9. Schwangerschaftswoche ist der Embryo etwa 2 Zentimeter groß.
Das Gehirn des Ungeborenen ist nun von den Schädelknochen bedeckt. Aus den bereits vorhandenen Nervenzellkörpern wachsen kleine Fortsätze (Axone) heraus, die Kontakt zu benachbarten Nerven- oder Muskelzellen herstellen. Weiterhin bilden sich allmählich die einzelnen Teile des Gehirns heraus, um ihre Aufgaben wie Hören oder Sehen zu erfüllen.
Der Embryo fühlt mit und die Stimmungen der Mutter übertragen sich nun auch auf den Embryo. Das Kind kann außerdem nun reagieren.
Die Nervenzellen sind mit dem Rückenmark verbunden, so dass es sogar Saltos schlagen kann. Auf dem Ultraschall kann man erstmals Bewegungen der Extremitäten beobachten.
Der „menschliche Bauplan" ist nach Ende der 10. Schwangerschaftswoche fertig. Alle Organe sind angelegt. Sie müssen nur noch wachsen und sich weiter ausbilden.
Das Gewicht des Embryos beträgt etwa 13 Gramm und es ist etwa vier Zentimeter groß. Das Embryonalstadium ist abgeschlossen. Das Ungeborene wird ab jetzt Fötus (Fetus) genannt.
Die Nabelschnur weist drei Gefäße auf, zwei Arterien und eine Vene, dieser ist zum einen für die Versorgung des Fötus und zum anderen für die Absonderung der Abfallstoffe zuständig.
Das Wachstum des Körpers vollzieht sich von oben nach unten, so dass die Füße weniger entwickelt sind als die Hände. Die Zehen beginnen sich langsam auszubilden.
Der Fötus schwimmt in einem mit Fruchtwasser gefüllten Sack aus Eihäuten, der so genannten Fruchtblase. Dadurch wird er vor dem Austrocknen als auch vor äußeren Stößen geschützt.
Von nun an sinkt das Risiko einer Fehlgeburt rapide.
Merke: In dieser kritischen Phase der Entwicklung des Gehirns sind die Nerven des Embryos überaus anfällig für Giftstoffe. Setzt man dem Ungeborenen zu dieser Zeit erheblichen Mengen Alkohol aus, kann dies gravierende Folgen haben. Es können bleibende Schäden entstehen, weil das Heranwachsen des Gehirns die weitere Entwicklung des kleinen Körpers bedingt.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.